Das "perfekte" Steak

Das perfekte Steak...wenn man diese "Phrase" bei Google eingibt, gibt es Zillionen Treffer, und hochwissenschaftliche Abhandlungen...vergiß das alles. Ein gutes Steak ist einfach zuzubereiten, wenn man weiß, worauf es wirklich ankommt!

Ich verwende hier Steakhüfte, diesmal aus Brasilien. Vielen ist das Fleisch angeblich zu teuer. Wenn man aber ein bisschen schaut, kann man das Kilo ab ca. 10 Euro bekommen. Ich hole mein Fleisch fast ausschließlich bei Selgroß Radeburg - aus meiner Sicht eine der besten Fleisch-Einkaufsmöglichkeiten in Ostsachsen, abgesehen von ein paar privaten Fleischern vielleicht. 

Das ist sie also, unsere Steakhüfte. Beim Zerlegen ist wichtig, den Faserlauf zu beachten, also niemals längs zur Faser zu schneiden. Wer sich das nicht zutraut: der Fleischer des Vertrauens weiß, wie das geht. Achte darauf, dass die Fleischscheiben nicht zu dünn werden. Wenigstens 1,5 cm, besser sind 2,5 bis 4 cm, sollten es schon sein.

Wir würzen das Fleisch noch nicht! Die Gewürze würden in der Pfanne nur verbrennen und einen bitteren Geschmack erzeugen. Wir setzen also eine Pfanne auf den Herd. Am besten so eine wie im Bild unten, aus Stahl. Gußeisern geht auch, aber vergiß diesen Alu-Krempel, vergiß beschichtete Pfannen, vergiß das Gesabbel von "alles über 175° ist schädlich". Wir wollen HITZE. Also Herd voll aufdrehen, Pfanne heiß werden lassen, dann erst einen kleinen Tropfen Öl (kein Olivenöl, das würde verbrennen) hinein...

Jetzt kommen die Steaks dazu, 2-4 Minuten von jeder Seite scharf anbraten. Wer mag, kann ein paar Krümel Zucker auf das Steak streuen. Der Zucker wird karamelisieren, rundet den Geschmack schön ab, und gibt tolle Farbe - aber das ist wirklich ein Bonus, je nach persönlicher Vorliebe. Die Steaks müssen eine schöne Kruste bekommen, aber dürfen nicht verbrennen. Wenn die Steaks von beiden Seiten gut aussehen, legen wir sie in einen Topf, machen nen Deckel drauf, und stellen den Topf an den Herdrand. Die Steaks dürfen 10 Minuten ausruhen, im wahrsten Sinn des Wortes entspannen. Das ist äußerst wichtig für den Geschmack. Wer sein Steak nicht blutig oder rosa mag, packt den Topf (mit Deckel drauf!) für 3 Minuten (rosa) bzw. 10 Minuten (durch) in den Backofen bei 120°. 

Varianten kann man leicht erzeugen. Eine angequetschte Knoblauchzehe in der Pfanne gibt ein herrliches Aroma, ebenso ein Zweig Rosmarin - aber das ist wirklich Bonus. Wenn du gutes Fleisch gekauft hast, wird das ganze auch so schmecken!

Die Steaks sind nun verzehrfertig. Gewürzt wird nur mit Salz und Pfeffer, welches in Mühlen auf dem Esstisch stehen sollte. Steakmesser erleichtern dem Genieser die Arbeit! 

Ein Festessen wird das ganze, wenn du einen Kräuterquark und etwas Knoblauchbrot dazu reichst. Gut passt auch frischer Rucola mit einem Balsamico-Olivenöl-Dressing dazu.

Zusammenfassung:

- Fleisch nicht zu dünn schneiden
- Fleisch erst nach dem Braten würzen
- schwere Pfanne nutzen und richtig heiß werden lassen
- dem fertigen Steak etwas Ruhe gönnen vor dem Servieren


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